ARCHITEKTUR TRIFFT GESUNDHEIT

Die Küche von morgen aus unterschiedlichen Sichtweisen

Leonberg, 13. April 2015.
Zum Start des vierten Projekts *DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG der Forschungsreihe „Die Küche im Mittelpunkt des Lebens“ trafen sich am 26. März Studierende der Fachrichtungen Design und Innenarchitektur aus Wismar mit Studenten der Gesundheitswissenschaften in Furtwangen.

Mit dem vierten Studienprojekt 2015/2017 „Die Küche von morgen“ sollen im Sommersemester der Hochschulen Wismar (Prof. Achim Hack, Prof. Dipl. Des. Volker Zölch) und Furtwangen (Prof. Dr. Peter König) die Fragen künftiger Koch- und Essgewohnheiten zusammengefasst werden, um somit Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen in den kommenden zwei Jahrzehnten zu finden, die Einfluss auf unsere Verhaltens- und Lebenswelten, insbesondere innerhalb der Küchenbranche nehmen. Projektleiter Peter Döring stellte hierzu in seinem Statement den Fragenkomplex zusammen: Entwickelt sich die Küchenarchitektur unter dem Einfluss moderner Arbeitswelten in eine transparente, flexible Einheit zum Lebensraum Küche, Wohnen und Arbeiten? Ist Fastfood weiterhin unabwendbarer Trendgeber für die Zukunft oder erfolgt unter dem medialen Einfluss einer sich abzeichnenden neuen Kochkultur ein Umdenken in Richtung gesundheitsbewusstem „Komfortfood“?  Übt der Einzelhandel durch seine neue Präsentation „frischer Lebensmittel“ Einfluss auf den Konsumenten aus? Welche Veränderungen ergeben sich aus möglichen Antworten hierdurch bei der Küchenpräsentation in den Ausstellungen der Küchenspezialisten? Wann beginnt die Zukunft der Küche und brauchen wir dann überhaupt noch eine Küche im herkömmlichen Sinn?  Und welche einschneidenden Veränderungen zeichnen sich durch denkbar neue Fertigungstechniken ab?

Abgerundet wurde der Themenkomplex im Auditorium der Hochschule Furtwangen durch Prof. Dr. Christophe Kunze unter der Headline „Was technische Assistenzsysteme leisten können“ und anschließender Führung durch die auf dem Campus erstellte  Musterwohnung „communicare“. Der Nachmittag stand dann der Diskussion zur „Küche von morgen“ zur Verfügung, die durch die unterschiedlichen Fachgebiete der Studenten, Professoren, den Vertretern der Industrie, des Handels und des Verbunds, (Heidrun Brinkmeyer, Geschäftsführerin Ballerina Küchen; Thomas Laaf, Leitung Produktmanagement Kesseböhmer; Thomas Brinkmann, Key Acount Manager Hettich; Markus Pfleiderer, Küchenhaus Pfleiderer; Antje Kauper, DER KREIS) bis in den frühen Abend kontrovers weitergeführt wurde.

Zur Abrundung des Hintergrundwissens (Überschneidungskriterien Küche, Wohnen, Arbeiten) für die Studienaufgabe der Studenten folgte am Freitag, den 27. März, eine ausführliche Führung über den Campus der Vitra AG in Weil am Rhein durch Toni Piska?, Head of Workplace Consulting & Space Planning, einschließlich Vitra Haus, Citizen Office, New IT und VDM Office und der aktuellen Ausstellung „Making Afrika“  im Vitra Design Museum statt.

Die Vielzahl optischer und kommunikativer Eindrücke und Erkenntnisse gilt es nun in interaktiver studentischer Zusammenarbeit bis zum nächsten Treffen im Juni in Ostwestfalen zu verarbeiten und die Grundlagen für die gestalterische Umsetzung für das Wintersemester zu erstellen.

Bildunterschrift: Studenten der Hochschulen Wismar und Furtwangen trafen sich mit Industrie und Handel in Furtwangen und in Weil am Rhein bei Vitra, um über die Küche von morgen zu diskutieren.

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